Chronik

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2009

Neue Gondelbahn aufs Aineck von der Salzburger Seite

Kein Jahr ohne Neuerungen bei den Katschbergbahnen: Auch im heurigen Sommer rollen die Bagger und Baufahrzeuge an. Diesmal kommen die Investitionen der Salzburger Seite auf das Aineck zugute, wo die
letzten beiden Schlepplifte zum Gipfel durch eine 8er Einseilumlaufbahn ersetzt werden.

Die Abfahrten vom Aineck Richtung St. Margarethen im Lungau waren bereits in der Vergangenheit sehr beliebt, umso mehr, als mit der A1 vor zwei Jahren eine der längsten Abfahrten Österreichs (6 km) dazugekommen ist. Die Bergfahrt zurück auf den Aineck-Gipfel erwies sich aber als recht mühsam und konnte nur durch dreimaliges Umsteigen bewältigt werden. Das und die recht betagten Lifte – ein Sessel- und drei Schlepplifte – machten den Aufstieg zu einer Geduldsprobe, unter 40 Minuten war da beim besten Willen nix zu machen.

8er Gondelbahn von Doppelmayr. Im kommenden Winter soll das freilich anders werden. Die neue Gipfelbahn, eine Gondel-Einseilumlaufbahn mit Kabinen für jeweils 8 Personen, ersetzt die zwei letzten Schlepplifte und sollte die Gesamtaufstiegszeit halbieren. Die neue Bahn erschließt ca. 30 ha an Pisten (Hochfeld, Karabfahrt und Snowbowle). Sie ist 1700 Meter lang und überwindet eine Höhendifferenz von 470 Metern (Talstation: 1750 m, Bergstation: 2220 m); die Förderleistung beträgt 2.400 Personen pro Stunde. Lieferant ist die renommierte Vorarlberger Firma Doppelmayr; investiert werden – inklusive Beschneiungsanlage – 10,8 Mio Euro.

Top-Schigebiet in Österreich. Der Katschberg hat in den letzten Jahren eine
unglaubliche Entwicklung erfahren: Lifte wurden erneuert, Abfahrten erweitert oder neu gebaut, die Beschneiungsanlage kann einen Totalausfall von Frau Holle wettmachen und die Hotelinfrastruktur wurde  sowohl qualitativ als auch quantitativ angepasst. Ein Aufschwung, den die Kärntner Landesregierung mit Wohlwollen beobachtet. „Der Katschberg zählt heute zu den Top-Destinationen in Österreich", freut sich Finanz- und Wirtschaftslandesrat Harald Dobernig. „Durch die neuen Investitionen wird die Qualität des Schigebietes weiter erhöht und ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft unternommen.“



2010

Die Snowbowle ist angerichtet!

Snowbowle nennt sich die neue, drei Kilometer lange Abfahrt vom Aineck am Katschberg nach St. Margarethen im Lungau. Sie stellt somit neben der „alten“ Abfahrt und der zwei Jahre alten „A1“ die dritte Möglichkeit dar, von der im Vorjahr neuerrichteten Aineck-Gipfelbahn ins Tal zu gelangen.

Die Bezeichnung Snowbowle hat mit der Aineck-Topographie zu tun: die neue Strecke verläuft nämlich entlang einer Mulde, die für ihren Schneereichtum bekannt ist. Was lag also näher, die Sache mit der „Schneemulde“ bei der Namensgebung zu berücksichtigen. Irgendwann im Zuge des Brainstorming-Prozesses schlug jemand das Kärntnerische Wort „Schneeschüssale“ vor, das zwar allgemein als herzig aber doch zu wenig sophistisch und international empfunden wurde. Weshalb das „Schneeschüssale“ kurzerhand ins Englische übersetzt wurde und solcherart zur „Snowbowle“ mutierte.

Klar, dass die neue Piste dank 35 funkelnagelneuer Schneelanzen – wie alle anderen Katschberg-Abfahrten auch – in voller Länge beschneibar ist. Inklusive Snowbowle erstrecken sich somit die Pistenflächen im Bereich der Aineck-Gipfelbahn auf 30 ha, verteilt auf 1.800 Höhenmeter.